19.8.08

Mond und kein Ende

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Jetzt regnets den ganzen Tag Bindfäden, aber gestern Abend haben wir noch draußen am Feuer für den Mond getrommelt, der immer noch sehr hell war. Nur am rechten Rand war er schon etwas unscharf.

Weil die Nacht so mild und klar war, beschlossen wir danach, endlich einmal auf dem Balkon unter freiem Himmel zu kampieren. Das hatten wir in diesem Sommer noch gar nicht gemacht.
Wir kramten also gegen Mitternacht unsere Doppelluftmatratze hervor (kennst Du die auch noch, P. aus F.?) und schliefen bei Mondenschein und Sternengefunkel ein.

In der frühen Morgendämmerung wurde ich wach und bemerkte, dass es zu nieseln angefangen hatte. Wir rollten die wasserdichte Markise aus, schoben die Matratze darunter und schliefen einfach weiter bis heute Morgen um Acht. Ich habe kein Glockengebimmel gehört und gar nichts, herrlich! So tief und fest hatte ich schon lange nicht mehr geschlafen.

Und heute Morgen schien sogar noch die Sonne, und wir beobachteten bei einer Tasse Tee die Schwalben, die so aussahen, als ob sie sich schon für den Abflug sammeln würden.
Oder ist das noch zu früh?

18.8.08

Sonnenfinsternis auf dem Mond

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Der Mond lässt mich gar nicht mehr los, und die Mondfinsternis auch nicht. Heute Morgen beim Aufwachen grübelte und visionierte ich noch im Halbschlaf. Bei einer Mondfinsternis ist es der Schatten unseres Heimatplaneten, der den Trabanten verdeckt. Bei einer Sonnenfinsternis ist es der reale Körper des Mondes, der sich vor die Sonne schiebt. Das macht doch bestimmt auch einen energetischen Unterschied von Verfinsterungen...

Und die Leute auf dem Mond - oder meinetwegen der Mann im Mond - erlebt eine Sonnenfinsternis, bei der sich die Erdkugel vor die Sonne schiebt, zur gleichen Zeit, wie wir auf der Erde die Mondfinsternis, hervorgerufen durch unseren eigenen Schatten. Naja, irgendwann wurde ich für derlei Überlegungen zu wach. Aber eine Frage kam doch noch vorbei: wie sieht das ganze Spektakel wohl auf der Sonne aus? Sind die ganzen Planeten und deren Monde viel zu klein und unbedeutend, um überhaupt beachtet zu werden, oder ist es schlichtweg viel zu hell, um irgendetwas Anderes außerhalb sehen zu können?

17.8.08

...mit Erdschatten

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Nur am Rande hatte ich es mitbekommen: da sollte mal wieder eine Mondfinsternis ins Haus stehen. Soll sie doch, dachte ich, meistens ist sowieso nichts zu sehen, oder ich schlafe lieber tief und fest. Also habe ich mich gar nicht gekümmert, nicht gegoogelt, nix.

Und dann kam gestern (oder genauer gesagt heute Wink ), und ich habe in der Nacht tatsächlich die Mondfinsternis gesehen. Um kurz nach Zwölf kam ich aus dem Haus einer Freundin, und da steht er hoch am Himmel, und das rechte untere Drittel fehlt ihm.

Wolken waren keine da, soweit ich sehen konnte, und der dunkle Teil veränderte sich überhaupt nicht. Bis es mir dämmerte... Die Abgrenzung zwischen hell und dunkel war nicht so klar, wie wenn der Mond nur halb zu sehen ist, sondern eher so wolkig verschwommen.

Auf der ganzen Fahrt nach Hause konnte ich ihn immer wieder sehen, und der Erdschatten verschwand nur sehr langsam. Zum Schluss stellte ich mich noch bei uns auf den Balkon und schaute mir den Rest auch noch an. Dabei umkreisten mich große Fledermäuse.
Es war irgendwie ein richtiges Geschenk für mich...

Juansi, mondsüchtig

16.8.08

Vollmond


Heute Abend gegen 23 Uhr ist Vollmond. Lange schon nicht mehr habe ich die Kraft des Mondes so deutlich gespürt wie in den letzten Tagen. Genau wie er die Wasser der gesamten Erde bewegt, so hat der sich rundende Mond auch kräftig in meinem Seelentopf herumgerührt. Ich habe für mich sogar einen Begriff dafür gefunden: das PVS (Prä-Vollmond-Syndrom) ;-)

Unsere Vorfahren in den kälteren Ländern sahen den Mond als den Bruder und Geliebten der Sonne an. Doch in den südlicheren Gegenden, wo die Sonne auch ihre zerstörerischen Kräfte zeigt, wurde der Mond als liebliche Göttin gedacht, die meistens für alle Belange der Fruchtbarkeit zuständig war. In diesen Ländern heißt er z.B. la luna. Davon kommt das Wort launisch. Bei einigen Stämmen der Amerikanischen Ureinwohner hieß er „Großmutter“ Mond. Bei uns leitet sich von seinem Namen die Bezeichnung Monat ab, und auch die wiederkehrenden Zyklen der Frauen haben ihre Benennung von ihm.

In der Astrologie steht der Mond für das Seelenleben. Das Tierkreiszeichen und das „Haus“, in dem er steht, und seine Aspekte zu anderen Planeten und Punkten des Horoskops sagen etwas über die seelische Grundmelodie im Leben eines Menschen aus.
Wisst Ihr, welches Sternzeichen Euer Mond hat?

11.8.08

Into the Wild

Durch den Dreh des Filmes von Sean Penn im letzten Jahr bin ich auf ihn aufmerksam geworden: Christopher McCandless, den jungen Mann mit dem unbändigen Freiheitswillen, der Anfang der 1990er unzureichend ausgerüstet in die Wildnis Alaskas zog und dort nach ein paar Monaten den Hungertod starb.

John Krakauer hat seine Geschichte in dem Buch „In die Wildnis“ beschrieben. Und nicht nur die vom kurzen Leben des Chris McCandless, der sich selber zeitweilig Alexander Supertramp nannte, sondern im Vergleich dazu auch Teile seiner eigenen und die anderer Sucher nach absoluter Freiheit, Abenteuern und sich ganz und gar lebendig fühlen.

Irgendetwas hat mich an diesen Geschichten berührt. Ich gehöre nicht zu den Leuten, die diese Menschen als Spinner abtun, sondern ich meine zu wissen, was sie suchen und finden, manchmal nur für Augenblicke.

Auch ein anderes Buch Krakauers über die Katastrophe bei einer Besteigung des Mount Everest, „In eisigen Höhen“, hat mich vor ein paar Jahren ähnlich nachhaltig beeindruckt.

5.8.08

Hättet Ihr sie gleich erkannt?

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Eine ungewöhnliche Bewegung vorm Küchenfenster machte mich aufmerksam. Da draußen, in der Ecke vom Balkon flatterte etwas ziemlich aufgeregt herum. Ich ging zum Fenster und guckte genauer hin. Da flogen einige ziemlich dicke, plumpe Vögel etwas unbeholfen hin und her und rauf und runter und setzten sich dann auf meine schaukelnde Wäscheleine. Sie hatten Schwierigkeiten, sich da im Gleichgewicht zu halten und wackelten auf dem Seil herum und mühten sich, nicht herunterzufallen.


Solche Vögel hatte ich noch nie gesehen. Ein wenig erinnerte ihr Gefieder an die Farben der Rauchschwalben, die so zahlreich bei uns wohnen, oben Blaugrau und an der Unterseite hell mit etwas Rostbraun an der Kehle. Aber Schwalben sind doch sehr schmal, fliegen ausgesprochen elegant und sitzen nie auf meiner Wäscheleine!

Bis ich endlich drauf kam, dass diese Schwalben wohl grad das Nest verlassen hatten und jetzt das Fliegen lernten. Es waren drei oder vier, wahrscheinlich Geschwister. Da müssen sie aber noch tüchtig üben, denn bald geht es ja schon wieder in den Süden.

3.8.08

Nr. 18 - Mein Date im Schlosspark, ohne Worte

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